Autor: Martin

  • Batavia, NY

    Unser Tag beginnt spät, wir mussten erst mal gegen den leichten Jetlag anschlafen. Während Piet seinen College-Verpflichtungen nachgeht, sehen wir uns mal ein wenig in Batavia um. Batavia ist eine für den Nordosten der USA typische Kleinstadt mit gut 6000 Einwohnern. Viel zu sehen gibt es nicht, zu beiden Seiten der vierspurigen Main Street reihen sich ein paar Geschäfte, Drive-Ins, Tankstellen und Autowerkstätten. Tripadvisor listet unter „Things to do in Batavia“ an zehnter Stelle der Top Attractions das Walmart Supercenter, man kann sich also vorstellen, wie wenig hier so los ist. Etwas unauffällig am Straßenrand dann auch ein Überbleibsel aus möglicherweise besseren Tagen, als es hier noch Kinos gab:

    In den Seitenstraßen die typischen einzeln stehenden Holzhäuser mit Veranda, teilweise in marodem Zustand, zwischendurch aber auch sehr schöne Exemplare. Und dann entdecken wir doch noch ein paar „Hingucker“ – denn Halloween steht vor der Tür, na ja, also fast:

    Halloween ist hier ein richtig großes Ding, es wird mehrere Tage lang gefeiert, und wie man sieht, fiebert man dem Ereignis schon Wochen vorher entgegen. Viele Häuser sind entsprechend jetzt schon schaurig herausgeputzt. Hier gibt es ein paar Eindrücke davon.

    College-Rundgang

    Am Nachmittag treffen wir uns dann mit Piet, der uns über den College-Campus führt. Wir sind beeindruckt von der Größe und Ausstattung, schließlich sind wir hier in einer Kleinstadt. Das Gelände ist unglaublich weitläufig, die Hauptgebäude, zu denen natürlich eine riesige Aula, eine Bibliothek, diverse Verpflegungsmöglichkeiten und eine Sport- und Schwimmhalle gehören, sind umgeben von zahlreichen weiteren Sportanlagen. Es gibt Tennisplätze, ein Baseball- und ein Softballfeld und eine weitere riesige Indoor-Arena – und natürlich das Mehrzweck-Kunstrasenfeld, für Piet eine Art sportlicher Mittelpunkt. Ergänzt wird das alles durch einen Fitnessbereich und Physiotherapie-Einrichtungen. College-Sport wird hier jedenfalls großgeschrieben.

    Abends dann bekochen wir noch Piet und die drei deutschen Mitbewohner aus seiner College-WG, natürlich allesamt auch Fußballer. Alle freuen sich über das Essen und die willkommene Abwechslung, und wir erfahren ein bißchen über die drei, ihre jeweiligen Pläne und Hintergründe. Wir freuen uns, dass Piet sich die Unterkunft und die Zeit hier mit so netten Menschen teilt.

  • Angekommen

    Angekommen

    Wir haben es geschafft, wir sind in Batavia angekommen. Nach holprigem Start (Stichwort Deutsche Bahn) ging es in Frankfurt los, acht Stunden Schulter an Schulter mit Fremden (Plätze nebeneinander gab es nicht mehr, obwohl wir exakt in dem Moment eingecheckt hatten, als das frühestens möglich war) enger als einem lieb sein konnte, kamen wir in Toronto an.

    Die Einreise nach Kanada und später auch über die Rainbow Bridge in die USA verlief problemlos – sogar bei der US Border Security fiel die eher freundliche Haltung uns gegenüber auf. Jeder, mit dem wir zu tun hatten, ließ kurz seine rudimentären Deutschkenntnisse aufblitzen… 🙂

    In Batavia dann die erwartet herzliche „Familienzusammenführung“ mit Piet, natürlich direkt am Fußballplatz des GCC, wo sich seine „Cougars“ leider im Topspiel gegen „Finger Lakes“ mit 1:3 geschlagen geben mussten.

    Nach über 24 Stunden dann endlich der verdiente Schlaf in unserem netten AirBnB, an dessen Tisch ich nun um kurz nach 11:00 Uhr schreibe. Mal sehen, was der heutige Tag so bringt.

  • Die Spannung steigt

    In drei Tagen geht es los – da kurz vor der Abreise erfahrungsgemäß immer eher noch viel zu erledigen und zu bedenken ist, schreibe ich schnell noch einen ersten Post, bevor dann der erste echte von unterwegs kommt.

    Alle Formalitäten sind erledigt (hoffentlich), Zugtickets und Airline-Apps heruntergeladen, die Waschmaschine läuft, am Dienstag wird final gepackt. So langsam stellt sich eine gewisse Aufregung ein, aber eben auch Vorfreude.

    Am Mittwoch um 10:00 Uhr sollen wir in Frankfurt abheben, gute acht Stunden später sind wir dann voraussichtlich in Toronto. Dann mit dem Mietwagen direkt weiter nach Batavia, NY (ca. 200 km).

    Drückt uns die Daumen, dass alles gut klappt!

    Noch zur Info: Wenn man unter einem Post auf das Datum klickt, kann man einen Kommentar schreiben. Dazu muss man allerdings eine E-Mail-Adresse angeben, und wir müssen den Kommentar auch noch freischalten. Probiert das gerne mal aus, ich bin selbst neugierig, ob das wie gewünscht funktioniert…