Unser Tag beginnt spät, wir mussten erst mal gegen den leichten Jetlag anschlafen. Während Piet seinen College-Verpflichtungen nachgeht, sehen wir uns mal ein wenig in Batavia um. Batavia ist eine für den Nordosten der USA typische Kleinstadt mit gut 6000 Einwohnern. Viel zu sehen gibt es nicht, zu beiden Seiten der vierspurigen Main Street reihen sich ein paar Geschäfte, Drive-Ins, Tankstellen und Autowerkstätten. Tripadvisor listet unter „Things to do in Batavia“ an zehnter Stelle der Top Attractions das Walmart Supercenter, man kann sich also vorstellen, wie wenig hier so los ist. Etwas unauffällig am Straßenrand dann auch ein Überbleibsel aus möglicherweise besseren Tagen, als es hier noch Kinos gab:

In den Seitenstraßen die typischen einzeln stehenden Holzhäuser mit Veranda, teilweise in marodem Zustand, zwischendurch aber auch sehr schöne Exemplare. Und dann entdecken wir doch noch ein paar „Hingucker“ – denn Halloween steht vor der Tür, na ja, also fast:

Halloween ist hier ein richtig großes Ding, es wird mehrere Tage lang gefeiert, und wie man sieht, fiebert man dem Ereignis schon Wochen vorher entgegen. Viele Häuser sind entsprechend jetzt schon schaurig herausgeputzt. Hier gibt es ein paar Eindrücke davon.
College-Rundgang
Am Nachmittag treffen wir uns dann mit Piet, der uns über den College-Campus führt. Wir sind beeindruckt von der Größe und Ausstattung, schließlich sind wir hier in einer Kleinstadt. Das Gelände ist unglaublich weitläufig, die Hauptgebäude, zu denen natürlich eine riesige Aula, eine Bibliothek, diverse Verpflegungsmöglichkeiten und eine Sport- und Schwimmhalle gehören, sind umgeben von zahlreichen weiteren Sportanlagen. Es gibt Tennisplätze, ein Baseball- und ein Softballfeld und eine weitere riesige Indoor-Arena – und natürlich das Mehrzweck-Kunstrasenfeld, für Piet eine Art sportlicher Mittelpunkt. Ergänzt wird das alles durch einen Fitnessbereich und Physiotherapie-Einrichtungen. College-Sport wird hier jedenfalls großgeschrieben.


Abends dann bekochen wir noch Piet und die drei deutschen Mitbewohner aus seiner College-WG, natürlich allesamt auch Fußballer. Alle freuen sich über das Essen und die willkommene Abwechslung, und wir erfahren ein bißchen über die drei, ihre jeweiligen Pläne und Hintergründe. Wir freuen uns, dass Piet sich die Unterkunft und die Zeit hier mit so netten Menschen teilt.
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