Reisetag mit Baseball-Abstecher

Da uns die Strecke von Batavia nach Boston zu lang für eine Etappe wäre, haben wir einen Zwischenstopp in der Hauptstadt des Bundesstaats New York, in Albany, gebucht. Damit uns die etwa 500 km bis dort nicht zu langweilig werden (die Landschaft mit ihren sanften Hügeln und schier endlosen herbstgefärbten Laubwäldern ist zwar sehr schön anzusehen, von der Autobahn aus gesehen aber auch wenig abwechslungsreich), machen wir noch einen Abstecher nach Cooperstown, das dem Reiseführer nach eines der schönsten Städtchen im Staate und auch eines der meistbesuchten ist.

Der Ort ist zwar ganz hübsch, doch lässt sich der Eindruck nicht vermeiden, dass die vielen Besucher nicht deswegen kommen, sondern weil hier angeblich das Baseball-Spiel auf dem „Doubleday Field“ erfunden wurde und deswegen auch die nationale „Baseball Hall of Fame“ hier beheimatet ist. Gegründet wurde Cooperstown obendrein vom Vater des Schriftstellers James Fenimore Cooper, dessen Lederstrumpf-Romane hier in der Gegend angesiedelt sind. Die traumhafte Lage am über 5 Kilometer langen Otsego Lake rechtfertigt den kleinen Umweg dann auch allemal.

Der Ort ist gänzlich dem Baseball verschrieben (von dem wir zugegebenermaßen nicht den Hauch einer Ahnung haben). Es gibt eine Baseballschläger-Manufaktur, diverse Baseballschläger-Spezialhändler, Baseballbekleidungsläden und Läden für Baseballsammelkarten. Für uns als Nichteingeweihte alles eher skurril, aber so wirkt das DFB-Fußballmuseum auf Amerikaner vermutlich auch.

Als wir schließlich in Albany eintreffen ist es schon früher Abend, unser sehr einfaches Hotel lädt nicht gerade zum Verweilen ein, daher fahren wir noch mit dem Bus „downtown“ ins Regierungsviertel. Tagsüber ist die Architektur dort sicher recht beeindruckend, jetzt ist es aber schon dunkel und es sind kaum mehr Menschen dort zu sehen. Ich schieße ein paar Fotos des „The Egg“ genannten Veranstaltungszentrums, das für mich eher wie der Rumpf eines Seegelboots aussieht, und wir essen noch etwas auf der nahe gelegenen Lark Street, einem dann doch noch einigermaßen belebten Ausgeh-Hotspot der Stadt.


Um nicht zu früh ins Hotel zurück zu müssen, trinken wir noch ein Bier im benachbarten „Across The Street Pub“ (der auf derselben Straßenseite direkt neben dem Hotel liegt), quatschen ein wenig mit dem netten (und redseligen) Barkeeper und fallen dann rechtschaffen müde ins Bett.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert