In einem Anflug von Nostalgie meinerseits fahren wir morgens mit der Stadtbahn, die die Bostoner einfach „T“ nennen, Richtung Westen bis zum Stadtteil Brookline, wo ich 1999 im Sommer in einem Appartement auf der Beacon Street gewohnt habe. Der kleine Supermarkt ist noch da, genauso wie der lizenzierte Laden für alkoholische Getränke. Viel hat sich hier nicht verändert.

Entlang der breiten Straße mit den relativ noblen Häusern gehen wir zurück Richtung Downtown, vorbei am berühmten Fenway Park Baseball-Stadion und durch den dahinter gelegenen Park Back Bay Fens. Wieder auf der Boylston Street gönnen wir uns Kaffee und Bagels, bevor wir weiter zu Fuß auf der Harvard Bridge den Charles River überqueren, um einen guten Blick auf die Bostoner Skyline zu haben.




Auf der anderen Seite angekommen schnappen wir uns dann am renommierten MIT ein paar Fahrräder vom örtlichen Anbieter BlueBikes. Wir nehmen erneut die Brücke und fahren gemütlich über die River Esplanades und den Harborwalk zur Long Wharf und genießen die relative Ruhe und den Ausblick über den Fluss. Long Wharf ist dann wieder ein Touristen-Hotspot, wie er im Buche steht. Im Dockside Beer Garden zahlen wir über zehn Dollar für eine kleine Dose Samuel Adams, schließlich ist hier, wie in vielen Kneipen, gerade „Oktoberfest“.




Wir nehmen wieder Kurs auf den zentralen Park Boston Commons und lassen uns treiben, bis es Zeit wird, etwas zu essen. Anschließend stoßen wir im Park noch zufällig auf Livemusik. In einem Abschnitt an der Tremont Street steht eine kleine Bühne, wo eine Salsa-Band um die puerto-ricanische Sängerin und Percussionistin Zayra Pola, die in der Szene wohl eine bekannte Größe ist, mächtig aufspielt. Es wird getanzt und gefeiert und die Stimmung ist bestens. Nach Ende des Konzerts kehren wir ins Hotel zurück, verzichten auf einen Besuch der hoteleigenen Kellerbar und ziehen uns in unser Zimmer zurück. We call it a day!


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